Conchita Wurst: "Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv"

Conchita Wurst hat öffentlich gemacht, mit HIV infiziert zu sein. Auf der Plattform Instagram postete der Travestiekünstler und Sänger Thomas Neuwirth (29), der hinter dem Make-up der erfolgreichen Dragqueen steckt: "Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv." Er mache diese Information öffentlich, weil ein Ex-Freund ihm drohe, diese zu verbreiten. "Ich gebe auch in Zukunft niemandem das Recht, mir Angst zu machen und mein Leben derart zu beeinflussen." Ihm gehe es aber trotz HIV-Infektion gesundheitlich gut.

Seit der Diagnose sei er in medizinischer Behandlung "und seit vielen Jahren unterbrechungsfrei unter der Nachweisgrenze, damit also nicht in der Lage, den Virus weiter zu geben", schrieb Conchita Wurst weiter. "Coming Out sei besser, als von Dritten geoutet zu werden." Er hoffe, Mut zu machen und einen weiteren Schritt gegen die Stigmatisierung von Menschen zu setzen, die sich durch ihr eigenes Verhalten oder aber unverschuldet mit HIV infiziert hätten. Auf jeden Fall habe er sich mit dieser Veröffentlichung "für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert" befreit - auch wenn diese private Information für die Öffentlichkeit eigentlich irrelevant sei.Bisher sei er nicht an die Öffentlichkeit gegangen, um seiner Familie die damit verbundene Aufmerksamkeit zu ersparen. Auch seine Freunde wüssten seit geraumer Zeit Bescheid "und gehen in einer Unbefangenheit damit um, die ich jeder und jedem Betroffenen wünschen würde". Darüber hinaus sei es "eine Information, die meiner Meinung nach hauptsächlich für diejenigen Menschen von Relevanz ist, mit denen sexueller Kontakt infrage kommt".

WEITERLESEN ->

med update 1-2-18

Themen:
- Kurz News HIV Medikamente: Juluca von FDA zugelassen
- Kurz News HIV Medikamente: Biktarvy von FDA zugelassen
- Kurz News HIV Medikamente: Atripla als Generikum erhältlich
- EKAF Statement - 10 Jahres Jubiläum
- U = U: Wissen noch nicht etabliert - zwei Umfragen zeigen teils deutlich auf
- PrEP in Österreich - 2018 startet mit Veränderung
- 04. März - 1. Welt HPV Tag
- Newsletter "Meet the Experts" - HIV Therapie bei Kindern und Jungendlichen

WEITERLESEN ->

Zero Discrimination Day

Die gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV schreitet nicht so rasch voran wie die medizinischen Erfolge bei der Behandlung der Infektion. Die Aids Hilfen Österreichs haben von 2013 bis 2017 insgesamt 182 Meldungen HIV-bezogener Fälle von Diskriminierung dokumentiert. Anlässlich des Zero Discrimination Day am 1. März fordern sie, ungerechtfertigter Ungleichbehandlung ein Ende zu setzen.
"Diskriminierung von HIV-positiven Menschen findet jeden Tag statt. Unwissenheit, irreale Ängste und Schuldzuweisungen führen dazu, dass HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt, im medizinischen System, aber auch im privaten Umfeld, in der Familie und im Freundeskreis benachteiligt und ausgeschlossen werden", erläutert Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.

WEITERLESEN ->

Seiten

Die Aidshilfen Österreichs RSS abonnieren