Stigmatisierung & Diskriminierung

Durch die medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte ist HIV eine gut behandelbare chronische Krankheit geworden. Menschen mit HIV haben bei regelmäßiger Therapie eine nahezu normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Ist die Viruslast unter der Nachweisgrenze, kann HIV praktisch nicht mehr übertragen werden. Leider schreitet die gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV nicht in gleich großen Schritten voran wie die medizinische Behandelbarkeit. Menschen mit HIV sind nach wie vor in allen Lebensbereichen von Stigmatisierung und Diskriminierung betroffen. Den AIDS-Hilfen Österreichs ist es seit ihrer Gründung ein wichtiges Anliegen zu einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen. Im Zuge dessen wurde 2013 eine nationale Monitoring-Stelle eingerichtet, die Ungleichbehandlung und Diskriminierung strukturiert dokumentiert und so sichtbar macht.  HIV-bezogenen Diskriminierungsfälle können österreichweit, anonym und vertraulich auf folgenden Wegen gemeldet werden:

 

Telefon:  +43 1 599 37 94

Email:  diskriminierung@aids-hilfe-wien.at

Website:   www.aids.at/diskriminierung-melden

 
Der Deutschen Aidshilfe ist es ebenfalls ein Anliegen zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft beizutragen. Es ist wichtig auf ungerechtfertigte Ungleichbehandlung aufmerksam zu machen. Diskriminierungsfälle, die in Deutschland stattgefunden haben, können hier online gemeldet werden – anonym und vertraulich: https://hiv-diskriminierung.de/formular/fallmeldung-diskriminierung