med update 1-2-18

Themen:
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- EKAF Statement - 10 Jahres Jubiläum
- U = U: Wissen noch nicht etabliert - zwei Umfragen zeigen teils deutlich auf
- PrEP in Österreich - 2018 startet mit Veränderung
- 04. März - 1. Welt HPV Tag
- Newsletter "Meet the Experts" - HIV Therapie bei Kindern und Jungendlichen

Zero Discrimination Day

Die gesellschaftliche Entstigmatisierung von HIV schreitet nicht so rasch voran wie die medizinischen Erfolge bei der Behandlung der Infektion. Die Aids Hilfen Österreichs haben von 2013 bis 2017 insgesamt 182 Meldungen HIV-bezogener Fälle von Diskriminierung dokumentiert. Anlässlich des Zero Discrimination Day am 1. März fordern sie, ungerechtfertigter Ungleichbehandlung ein Ende zu setzen.
"Diskriminierung von HIV-positiven Menschen findet jeden Tag statt. Unwissenheit, irreale Ängste und Schuldzuweisungen führen dazu, dass HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt, im medizinischen System, aber auch im privaten Umfeld, in der Familie und im Freundeskreis benachteiligt und ausgeschlossen werden", erläutert Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.

95 der in den fünf Jahren gemeldeten 182 Diskriminierungsfälle betrafen das Gesundheitswesen, wie aus dem Anti-Diskriminierungsreport 2017 hervorgeht. Dieser Umstand verdeutlichte,...

2017 wieder mehr HIV-Diagnosen


Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre ist unverändert geblieben. Auch im Jahr 2017 wurden in Österreich mehr HIV-Infektionen diagnostiziert. Insgesamt 510 Menschen sind im letzten Jahr positiv getestet worden. Das sind mehr als in den letzten beiden Jahren, in denen 447 (2016) und 428 (2015) Infektionen registriert wurden. „Die Zahlen spiegeln nicht die tatsächlich stattgefundenen Neu-Infektionen in diesem Zeitabschnitt wider, da diese ja oft erst Jahre später diagnostiziert werden. Daher ist es durchaus möglich, dass die höheren Zahlen auf ein höheres Risikobewusstsein und eine häufigere und vor allem frühere Testung von Personen mit Risikokontakt zurückzuführen sind“, meint Dr. Elisabeth Puchhammer-Stöckl in der aktuellen Ausgabe der Virusepidemiologischen Information (02-18).

Je früher eine HIV-Infektion erkannt wird, desto besser kann mittels antiretroviraler Therapie die Viruslast von Anfang gering gehalten werden. Eine späte Diagnose hat unumstritten große Nachteile. Je später eine HIV-Infektion...