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Aids - definierende Erkrankung:
Erkrankungen, die nach der jeweilig gültigen Falldefinition die Diagnose Aids erlauben.

Aids-Demenz:
Siehe Demenz

Aids-Phobie:
psychiatrisches Krankheitsbild, bei dem auch nach wiederholt negativen Testergebnissen eine äußerst starke Angst (Phobie) bei einer nicht mit dem HIV infizierten Person davor besteht, dass eine HIV-Infektion oder Aids vorliegt.

Aids-Test:
siehe HIV-Antikörper-Test

Aids:
Abkürzung für (engl.) Acquired Immune Deficiency Syndrome; erworbenes Immunschwächesyndrom.

Allergie:
krankhaft übersteigerte Immunreaktion auf einen Außenreiz, Krankheitserreger oder eine Substanz. Vgl. Anaphylaxie.

Analverkehr:
Geschlechtsverkehr, bei dem das Glied durch den After in den Enddarm eingeführt wird.

Anämie:
Blutarmut. Verminderung der roten Blutkörperchen nach Blutverlusten oder infolge einer verringerten Blutbildung.

Antigen:
Körperfremde Substanz, die beim Eindringen in den Körper eine Immunreaktion auslöst und zur Bildung von Antikörpern führt. Bakterien, Viren oder Eiweiße können Antigene sein. HIV weist unterschiedliche A.e auf. Vgl. Antikörper

Antikörper:
In Blut und Körpersekreten vorkommende Eiweißkörper (Immunglobuline), die beim Eindringen eines Antigens in den Körper vom Immunsystem gebildet werden und Antigene binden können. A. gegen HIV sind in der Regel 4 bis 12 Wochen nach einer Infektion durch einen HIV-Antikörpertest nachweisbar.

antiretrovirale Medikamente:
Arzneimittel, die die Replikation bzw. Vermehrung von Retroviren (z.B.: HIV) hemmen.

asymptomatisch:
ohne Krankheitszeichen, z.B.: asymptomatischer Verlauf einer HIV-Infektion.

Barebacking
engl. "Reiten ohne Sattel". Bezeichnet einvernehmlichen unsicheren Sex (siehe safer sex) zwischen (HIV-positiven) schwulen Männern.

Bestätigungstest:
Labortest zur Bestätigung eines positiven Befundes im Suchtest. Die Durchführung des HIV-spezifischen ELISA als Suchtest kann siehe falsch-positive Ergebnisse liefern, daher wird jeder positive Befund überprüft, z.B. durch Western blot oder PCR.

Bisexualität:
sexuelle Anziehung durch Männer und Frauen.

Blutbild:
qualitative und quantitative Zusammensetzung des Blutes bzw. grafische Darstellung des Befundes.

Bluterkrankheit:
siehe Hämophilie.

buddy:
(engl.) Kamerad, Kumpel. Freiwilliger, nichtprofessioneller Betreuer eines Menschen mit HIV oder Aids.

Chlamydien:
Bakterien, die u.a. sexuell übertragbar sind und beim Menschen zu verschiedenen Erkrankungen führen können, z.B. zur Entzündung der Harnröhre oder der Geschlechtsorgane. Vgl. Geschlechtskrankheiten.

coming out:
(engl.) Herauskommen. Früher Bez. für Jugendliche, die das elterliche Haus zur Ausbildung verlassen; heute Mitteilung der eigenen Homosexualität oder HIV-Infektion
im sozialen Umfeld.

compliance:
(engl.) Einwilligung, Bereitschaft, Nachgiebigkeit; Fähigkeit bzw. Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit bei diagnostischen oder therapeutischen Verfahren.

Cunnilingus:
Form des orogenitalen Geschlechtsverkehrs mit oraler Stimulation der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.

Demenz:
auf organischer Hirnschädigung beruhender, fortschreitender Verlust intellektueller Fähigkeiten mit zunehmender Hirnleistungsstörung und psychischen Störungen, die zur vollständigen Unselbständigkeit führen. Kann z.B. Folge einer HIV-Infektion sein.

diagnostisches Fenster:
Die Phase nach einer (HIV-) Infektion, in der mit einem (HIV-) Antikörpertest die Infektion noch nicht nachgewiesen werden kann. Die Bildung von Antikörpern dauert bei HIV i.d.R. 4 bis 12 Wochen.

DNA:
Abk. für (engl.) desoxyribonuklein acid, Desoxyribonukleinsäure. Nukleinsäure aus 2 ineinandergewundenen Spiralen (Doppelhelix), die die genetische Information einer Zelle enthält.

ELISA:
Abk. für (engl.) enzyme-linked immunosorbent assay. Empfindlicher Test zum Nachweis von Substanzen durch Antigen-Antikörper-Reaktion und Enzymreaktion. Mit dem E. können z.B. Antiköper gegen den HI-Virus identifiziert werden. Vgl. Antikörpertest.

Epidemie:
frühere Bez. Seuche. Erkrankung, die mit zunehmender Häufigkeit innerhalb einer Region oder Bevölkerungsgruppe auftritt.

fäkal-oral:
Übertragung von Krankheitserregern durch Aufnahme von mit Kot verunreinigten Stoffen durch den Mund.

falsch-positiv:
Testergebnis, mit dem das Vorliegen einer Substanz oder einer Reaktion angezeigt wird, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Beim HIV-Antikörpertest bedeutet f.-p., dass der Test so ausfällt, als ob Antikörper gegen HIV vorliegen, obwohl keine HIV-Infektion stattgefunden hat. Ursachen: z.B. Fremdstoffe, störende Substanzen, mangelnde Spezifität des Tests.

Feigwarzen:
auch Genitalwarzen. Durch humane Papillomaviren ausgelöste Warzenbildung im Genital- und Anorektalbereich (Anus), die i.d.R. geschlechtlich übertragen wird. Es treten vermehrt Tumore des Gebärmutterhalses und des Rektums auf. Diagnose anhand des klinischen Befundes oder durch Biopsie. Behandlung durch Entfernung, Laser, Vereisung oder lokale Chemotherapie.

Fellatio:
auch Blasen, Französisch. Form des orogenitalen Geschlechtsverkehrs, bei der das Glied in den Mund der Partnerin oder des Partners eingeführt wird. Zur Vermeidung einer Übertragung von HIV wird von einer Ejakulation in den Mund abgeraten bzw. der Gebrauch von Kondomen empfohlen.

fist fucking:
(engl.) Faust-Fick. Einführung der Hand in den Enddarm oder die Scheide. Bei entsprechender Übung, ausreichendem Gleitmittelgebrauch und Vermeidung von Verletzungen (z.B. durch lange Fingernägel) ungefährliche Sexualpraktik. Zur Vermeidung einer HIV-Infektion wird die Verwendung von Einmalhandschuhen beim f.f. empfohlen.

Quelle: Stephan Dressler, Matthias Wienold. AIDS Taschenwörterbuch. 4., vollst. aktual. Ausgabe. Berlin/ Hannover, 1998.
 

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